Navigation
KONTAKT
Adresse:
Lifestyle and Fashion AG
Pyramidenweg 6
D 25474 Ellerbek
Telefon:
+49 (0)4101 83486 90

Blog: Herr Knobloch, Sie zieht es jetzt wieder nach China?

Joerg Knobloch: Ja genau, aber nur geschäftlich dieses Mal. Eventuell bleibt auch noch Zeit für etwas Golf. (lacht)

Blog: Wie lange werden Sie geschäftlich für Ihre Firma nach China reisen?

Joerg Knobloch: Ich werde das Osterwochenende noch mit der Familie auskosten und dann geht es vom 17.04. bis zum 30.04. rüber. Mein erster Stopp ist Hong Kong.

Dort werde ich mich in erster Linie mit unserem Premium Hersteller für das smokeshirt sowie unserem Qualitätskontrolle Team zusammensetzen. Wir werden das Thema Qualitätskontrolle ganz genau betrachten und besprechen, wo welche Abläufe noch verbessert werden können.

Blog: Würden Sie sagen, dass Sie in der vergangenen Zeit Probleme mit der Qualität Ihrer Zigarettenetuis hatten?

Joerg Knobloch: Das nicht. Es ist nichts Gravierendes vorgefallen. Es geht hierbei vielmehr um das Versprechen, das wir unseren Kunden geben. Wir wollen, dass alle unsere Zigarettenetuis stets in einwandfreiem Zustand in die Hände der Kunden kommen. Weiterhin sind wir dabei, unsere Produkte zu optimieren. Dies geschah bereits bei einigen Designs und der neuen Tobacco Pouch Linie. Während unserer Stichprobenkontrollen sind uns keine Produktionsfehler aufgefallen. Und doch haben wir hin und wieder Kunden, die ein Produkt reklamieren. In solchen Fällen bieten wir allen ganz unbürokratisch an, uns oder ihren Händler zu kontaktieren und bekommen ein neues Etui. Bei handgenähten Produkten kann es schon mal vorkommen dass eine Naht nicht ganz akkurat gesetzt wurde.   

Blog: Wie oft finden die Qualitätskontrollen bei Ihnen statt?

Joerg Knobloch: Im Prinzip jedes Mal, wenn wir produzieren, so wie auch aktuell gerade produziert wird. Die Kontrolle findet zweifach statt. Zunächst wird ein inline-check betrieben. Das heißt noch während des eigentlichen Nähprozesses. Anschließend findet der end-check statt.

Blog: Sie erwähnten gerade „im Prinzip jedes Mal“. Ist das eine versteckte Botschaft?

Joerg Knobloch: Ganz und gar nicht. Es ist nur so, dass wir einerseits ohne Ankündigung kontrollieren, andererseits uns nicht rein auf Qualitätskontrollen des Produktes beschränken. Vielmehr liegt es uns am Herzen und ist fester Bestandteil, nach den höchsten Ansprüchen für faire Produktion und Arbeitsbedingungen zu produzieren.

Blog: Wie geht Ihre Reise weiter?

Joerg Knobloch: Von Hong Kong aus geht es nach Shenzhen in unsere Fabrik. Dort werde ich mir dann einen Einblick über die aktuelle Produktionslinie verschaffen. Wie eben schon erwähnt, wird es auch einen inline-check geben. Gemeinsam mit unserem QC-Manager werden wir uns die Arbeitserfassung sowie Notausgänge und ähnliches anschauen.

Blog: Man merkt, das Thema Qualitätsmanagement ist Ihnen wichtig.

Joerg Knobloch: Ganz klar, wer heutzutage noch wettbewerbsfähig sein möchte und für die Zukunft plant, der muss sich das Thema Qualität auf die Fahne schreiben. Sicherlich gibt es viele in der Branche, die keinen Wert darauf legen, speziell in Deutschland gibt es viele Etuis, die nicht nach der Norm SA8000 produziert werden oder dessen Firmen nicht Mitglied im BSCI oder gar 100% Fair und Vegan arbeiten.

Blog: Herr Knobloch, in Shenzhen, wie geht da Ihre Reise weiter?

Joerg Knobloch: In Shenzhen gibt es den sogenannten „Material Market“. Das können Sie sich wie eine riesige Messe für Stoffe vorstellen. Nur dass diese das ganze Jahr über dort ist. Man findet unglaubliche Stoffe mit wahnsinniger Qualität. Ich werde mit einigen unserer Hersteller sprechen und nach neuen Inspirationen suchen. Gerade Produktentwicklung habe ich mir persönlich dieses Jahr vermehrt vorgenommen, und es werden noch großartige Neuerungen auf den Messen präsentiert.

Blog: Können Sie uns schon gezielt ein paar Informationen hierzu geben?

Joerg Knobloch: Ich kann Ihnen sagen, es bestehen Gespräche über neue Accessoire Linien im RBA. Wir haben bereits viele neue Designs kreiert und im Vorfelde Samples in Auftrag gegeben. Ich werde mir die fertigen anschauen und bewerten. Eventuell muss ich Verbesserungen ansprechen und weitere Samples in Auftrag geben. Zu den Einzelheiten kann ich Ihnen aber noch nicht viel sagen. Lassen Sie sich überraschen.

Blog: Endet Ihre Reise in Shenzhen?

Joerg Knobloch: Nicht ganz. Bevor es zurück nach Deutschland geht, muss ich nochmals nach Guangzhou. Dort findet die 2. Phase der Canton Fair statt. Das ist die größte consumer fair der Welt. Insgesamt gibt es 3 Phasen á 5 Tage. Hierbei wird jedes Mal neu auf- und abgebaut.  Ich werde die Messe 3 Tage besuchen, aber die Zeit wird kaum reichen. Zumal ich noch mit unseren Display- und Verpackungsspezialisten für den B2B Bereich sprechen werde.

Blog: Und dann geht es zurück nach Shenzhen?

Joerg Knobloch: Richtig, wir werden zum Abschluss die Aufgaben besprechen, die im Vorfelde aufgegeben wurden und das Ergebnis bewerten. Es wird eine Endbesprechung stattfinden und die letzten TODOS verteilt.

Blog: Das klingt nach einer spannenden aber anstrengenden Reise?

Joerg Knobloch: Das ist sie allemal. Allerdings ist die Reise längst überfällig. Leider habe ich es terminlich nicht früher geschafft. Umso mehr freue ich mich, meine Freunde und Produzenten wiederzusehen.

Blog: Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Reise und weiterhin viel Erfolg.